Donnerstag, 21. November 2013

Booaaah, ey!


Am Montag wachte ich auf und hatte ich eine tolle Idee. Wäre es nicht totaaal sinnvoll, wenn die Kaffeebecher in der Nähe der Kaffeemaschine stehen würden? So praktisch.
Ich fing also nach dem Mittagessen an, in meiner kleinen Zwergenküche ein wenig umzuräumen. Da, wo jetzt die Kaffeebecher stehen sollen, haben vorher die Gläser gestanden. Die kommen dafür nun in den Schrank. Leider sind es mehr Gläser, als es vorher Kaffeebecher waren! Der freigewordene Platz reicht nicht aus, die kleinen Schüsseln müssen auch woanders hin. Außerdem wäre es ja NOCH sinnvoller, wenn auch die Kaffeekapseln bei der Maschine wären! Passen die in die Schublade mit den Tupperdosen? Mal versuchen. Nein. Vielleicht unten im Oberschrank? Da stehen ganz viele Eierbecher. Wir benutzen selten mehr als drei Eierbecher; die anderen können mal nach ganz oben, ganz hinten. Ach, guck mal, eine Spätzlereibe! (Ganz oben, ganz hinten.) Was man so alles findet.


Einige Stunden später habe ich alles aus den Schränken gekramt und möchte es gänzlich neu und anders einsortieren. Bei dieser Gelegenheit kann man ja auch schön mal in den Schränken ein bisschen saubermachen, das schiebt man ja sonst wieder bis zum nächsten Umzug vor sich her. Aber jetzt, wo sowieso nichts mehr drinsteht …

Die Nacht bricht herein und die Aktion ist nicht mal halbwegs abgeschlossen. Am nächsten Tag räume und wische ich weiter. Manches ist nun doch wieder so wie vorher, manches ist nicht wiederzuerkennen. Vor allem nicht vom Rest der Familie. Jetzt muss ich wieder drei bis vier Wochen anleiten, wo die Teller zum Tischdecken zu finden sind. Und wenn mal jemand außer mir die Spülmaschine ausräumt, steht hinterher alles auf dem Tisch. „Ich wusste nicht, wo das hinkommt.“

Aber die Tassen stehen jetzt schön bei der Kaffeemaschine.

Kommentare:

  1. Also so eine Aktion verdient auf jeden Fall einen Kommentar! Hut ab, das hast du prima gemacht. Ich finde die Wandfarbe toll, sieht auf den Foto fast neon-gelb-gruen aus. Ausserdem finde ich es witzig, dass du diesen Tupper-Puderzuckerstreuer in fuchsia hast - meiner ist nur langweilig blau.

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  2. Haha da kann ich mich Barbara nur anschließen - HUT AB!!! Ich kenne das nur zu gut - man fängt mit einer winzigen Kleinigkeit an und auf einmal liegt der komplette Inhalt aus allen Schränken in der Mitte des Zimmers. Aber wenn man es dann irgendwann mal geschafft hat alles wieder einzuräumen geht es mir zumindest immer fantastisch :-)

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  3. Ma ehrlich...wir sind verwandt. Ganz sicher... hab schon zu oft hier am Blog wissend genickt und "ja genau" gerufen, aber manchmal ist es wie Dejavu(wie auch immer das geschrieben wird)
    War Dein Dad vielleicht so vor 40 und ein paar Jahren zu Besuch in Bayern oder meiner bei Euch???
    Ich bin so froh, dass Du all meine Storys niederschreibst...meine lustigen Kinderfotos aus den 70gern verscrapst und überhaupts bist Du im Netz immer wieder mein Highlight!!!!

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  4. hähä - lol. Und wenn die meisten Dinge draußen stehen, hat man am wenigsten Lust, weiter zu machen. Ganz einfache Gleichung ;-)

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  5. Kenn ich. Genau so einen Anfall hatte ich vor nem Monat auch.

    *puuuuuhh*

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  6. Also das Fuchsia Teil habe ich auch und die ganzen andern Tupperdinger auch. Ich mag es eigentlich auch, wenn nicht ewig immer alles gleich und am gleichen Platz ist. Wenn ich aber mal das Küchenhandtuch an einen anderen Platz hänge, brauche ich ewig, bis es in meinem Hirn drin ist und ich steh mit nassen Händen und dreh mich herum, dann sind meine Hände auch fast schon trocken, dafür aber der Boden nass getröpfelt. Ich wäre glücklich, wenn meine Küche 20qm groß wäre und ich eine Putzhilfe hätte.
    LG von
    Stine

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  7. Boar diesen Satz "Ich wusste nicht wo es hinkommt!" kenn ich zu gut - dabei hab ich seit zwei Jahren die Küche nicht mehr umgeräumt...grins

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