Montag, 29. Oktober 2012

Ich könnte kotzen.

Da war ich doch eben mit dem Töchterlein in der Stadt im Buchladen, weil sie die Gutscheine einlösen wollte, die sie sich zum Geburtstag von ihren Freundinnen schenken lassen hat. Sie hat sich begeistert Bücher und Hörbücher für 50 Euro (!) ausgesucht - und als wir damit zu Kasse kommen, erfahren wir, dass sich der Laden im Insolvenzverfahren befindet. Und dass sie deswegen keine Gutschein mehr einlösen dürfen. Ich bin ja selten in meinem Leben so brastig gewesen. Das arme Kind hat angefangen zu heulen, weil sie jetzt ja von ihren Freundinnen gar keine Geschenke hat! Und ich kann nicht fassen, dass wir diese Wahnsinnssumme jetzt einfach so ans Bein binden müssen. Das ist doch wirklich das Allerletzte. Vor lauter Wut hätte ich auch schon gleich ein bisschen mitheulen können! Ich darf gar nicht weiter drüber nachdenken, sonst kriege ich einen Anfall.

Kommentare:

  1. Hallo! Das geht ja wohl garnicht! Warum haben die denn die Gutscheine dann überhaupt noch verkauft. So lange ist das ja noch nicht her. da mussten die doch schon was von einem bevorstehenden Insolvenzverfahren wissen. Also ehrlich, das würde ich mir nicht gefallen lassen. Stell dich auf die Hinterbeine! Notfalls melde dich als Gläubiger an. Immerhin hast du auch ausstehende Ansprüche. Da würd ich mich wirklich mal schlau machen. Das ist doch echt ne Sauerei!
    Könnte mich grad mitaufregen.
    LG Steffi

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  2. Wie bitte??!?! Ob das wohl richtig ist?!? Die Gutscheine sind doch bezahlt, Gegenwert = Ware. Ich würd' mir das noch mal nachfragen....geht ja gar nicht sowas! LG Tanja

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  3. Das gibt es ja nicht, wie sind die denn drauf? Schließlich haben die ja Geld bekommen von den Freundinnen und wieso stellen die den dann noch vorher aus, so lange ist das mit dem Geburtstag ja auch nicht her! Da werde ich gleich mit sauer...

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  4. Wow, da wär ich aber auch mal sowas von SAUER!!!!

    Auch wenn ihr damit wahrscheinlich kein wirkliches Glück haben werdet, aber probierts mal über den Insolvenzverwalter, vielleicht habt ihr doch Glück und bekommt noch einen kleinen Teil der Summe wieder.

    Deine arme Tochter!

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  5. Hallo Sandra,
    das ist ja echt ärgerlich, würde ich aber so nicht stehen lassen.
    Der Insolvenzverwalter hat in seiner Pressemitteilung mitgeteilt: Der Geschäftsbetrieb wird während der Dauer des vorläufigen Insolvenzverfahrens in ungeschmälertem Umfang fortgeführt.

    Darauf würde ich mich berufen, notfalls in der Kanzlei anrufen.

    Sabine

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    1. Hallo Sabine,
      danke für den Tipp!!!
      Ich habe tatsächlich in der Kanzlei angerufen und bin jetzt als Gläubiger angemeldet! *augenroll* Was einem nicht so alles zustoßen kann. Der "im ungeschmälerten Unfang fortgeführte Geschäftsbetrieb" bezieht sich leider nur auf alles, was NACH dem Insolvenz-Stichtag (15. Oktober) noch passiert. Wenn das vorher war, hat man leider Pech gehabt. Jetzt habe ich die Chance, nach Abschluss des Verfahrens "einen kleinen prozentualen Betrag" zurück zu bekommen. Wenn noch Masse da ist. Da bin ich schon gespannt, wie hoch ein so kleiner Betrag von 50 Euro wohl sein wird. *doppel-augenroll*

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  6. Da wäre ich auch megasauer. Da Geschenkgutscheine ja quasi Bargeld sind. Es geht ja hier nicht um Rabattcoupons. Würde an deiner Stelle nochmal versuchen, an anderer Stelle (Internet? Befreundeter Anwalt oder Wirtschaftsprüfer?) Informationen zu dem Sachverhalt zu bekommen. Kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass die das so einfach dürfen. Deine arme Tochter :(

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  7. Das hilft dir zwar jetzt auch nicht weiter, aber das ist ja schon Betrug!!! Die wussten doch beim Ausstellen der Gutscheine schon, dass die den nicht mehr einlösen können!
    Ich fasse es nicht und bin echt grad´mit euch sauer!!

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  8. Boah, da rkieg ich gleich die Krise. Das ist ja eine Frechheit! Die dürfen also noch Sachen verkaufen, aber quasi schon bezahlte Ware gibt´s nicht mehr ???
    Ich bekomm den Anfall gleich mit!
    Eine praktische lösungsorientierte Idee habe ich leider nicht ...

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  9. Ich kann voll mit dir mitfühlen! Das darf es doch wohl nicht geben...
    LG Carola

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  10. Boah, da fällt einem ja gar nichts mehr zu ein. Haben die Freundinnen dem Laden also 50,- EUR geschenkt. Wie nett!
    Ich kann mir die Situation im Buchladen gut vorstellen und hier wäre es genauso gewesen. Armes Kind, arme Sandra, blöder Laden! Da möchte man wirklich gleich mitheulen!
    Nee, wat fies!

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  11. Ohje, das ist aber Krass!
    Das arme Mädel - gut das ihr da helfen konntet. Das ist ja grauenvoll!
    Also grad bei dem Kind hätte ich dann ein Auge zugedrückt... Egal wie!

    Ich finde es schlimm, das der Buchladen die Damen so hinters Licht geführt hat. Ätzend!!!

    Alles liebe & viel Glück
    Lea

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  12. Boah, das ist echt ärgerlich und dabei kann ich nur mit dem Kopf schütteln...
    Ich bin absolut entsetzt.
    Hoffentlich bekommst Du wenigstens eine kleine Entschädigung.
    Lg
    Heidi

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  13. Das geht ja wohl mal gar nicht!!!! So ne Sauerei!
    Aber da würde ich auch Rabatz machen. Nur was das wieder für Nerven kostet.
    Und deine Tochter... die Arme...
    Ich drück euch ganz dolle die Daumen, dass es eine Lösung gibt.
    Bitte berichte!
    Steffie

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  14. boar das ist echt richtig mies... ich mein okay das ist das Gesetz und die können zumindest für den moment nichts für (bis auf das sie die teile schon nicht mehr hätten verkaufen sollen)...aber das nem Kunden gegenüber.... deine arme süße...

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  15. Oh Mann das ist ja ärgerlich. Das ging einer Bekannten von mir auch so, allerdings bei einer Gärtnerei. Die hat leider auch in die Röhre geschaut und wir sind uns sicher die wußten das schon als die noch die Gutscheine rausgegeben haben, aber beweiß da mal. Ich hoffe für Deine Maus, dass was für sie übrig bleibt. Liebe Grüße Martina

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  16. Das ist echt fies, normal müsste das Ausstellen von Gutscheinen dann verboten sein. Als Gläubiger, naja, das ist doch ein Witz ... da hat man doch selten eine Chance.
    Na hoffentlich klärt sich das dann noch irgendwie besser :-))), drück euch die Daumen dafür ...
    LG Iris

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  17. Wäre eine Überlegung, sich an die örtliche Presse zu wenden und da mal über den Fall zu berichten. Vielleicht melden sich ja noch mehr "Geschädigte" und der Insolvenzverwalter bzw. die Buchhandlung kommt diesen dann entgegen? Versuch wäre es wert...LG Tanja

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  18. Boah! Das ist ja so mies! Deine Kleine tut mir wirklich leid! Drücke euch die Daumen, dass ihr wenigstens einen kleinen Betrag wiederseht. Besser noch den Ganzen!!!

    Liebe Grüße,
    die Birgit

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  19. Verrückte Welt, ehrlich wahr!
    Ich denke auch, dass man damit an die Presse gehen, damit sich andere Gutscheininhaber melden. Sowas ist frech, wenn das tatsächlich bei Gutscheinausstellung schon bekannt war.

    Liebe Grüße
    Anja alias Schnubbeldupp

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  20. Nee, oder? SO lange ist doch der Geburtstag noch gar nicht her....da würde ich mich wohl auch drüber aufregen und ausfällig werden. Das ist unfair.

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  21. Aalso mal zum Thema Insolvenzen: Mein Haus- und Hofjurist für solche Themen sagt, dass der Insolvenzverwalter nur eine von zwei möglichen Lösungen vertritt. Solange ein Verkauf der Waren stattfindet, kann der Gutschein wie eine sich im Umlauf befindende Währung gehandelt werden und somit muss dieser auch akzeptiert werden (es ist ja nur eine Vorauszahlung auf die Waren und da ihr dort wart und die Waren vorrätig waren, hätten sie sie euch geben müssen). Wenn das Insolvenzverfahren schon so weit wäre, dass Zahlungsmittel nicht mehr akzeptiert werden, dann wäre der Geschäftsbetrieb schon eingestellt.
    Dadurch, dass du dich aber als Gläubigerin angemeldet hast, hast du den Lösungsweg des Insolvenzverwalters akzeptiert (Gutscheine als offene Verbindlichkeit). Theoretisch könntest du noch vorm Insolvenzgericht einen Antrag stellen (offene Forderung anmelden), aber die Chancen, da noch irgendwas zu kriegen sind wirklich nicht besonders :( Das würde mich auch riesig ärgern, für normale Leute sind 50 Euro echt viel Geld und es kann ja nun wirklich keiner erwarten, dass man als Kunde vorher die Bonität eines Unternehmens prüft, bevor man dort einen Gutschein kauft...!

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    1. Tja. Mir wurde versichert, dass die Buchhandlung selber sich strafbar macht, wenn sie im aktuellen Stand des Insolvenverfahrens noch Gutscheine annehmen. Und dass die Anmeldung als Gläubiger die einzige Möglichkeit wäre, überhaupt eventuell einen mikroskopisch kleinen Teil des Geldes wiederzusehen. Leider habe ich auch keine befreundeten Anwälte, die ich hätte mit ins Geschäft nehmen können...
      Ich habe mich inzwischen entschlossen, die ganze Geschichte als "scheiße gelaufen" abzuhaken. Mein Mann sagt, ich lebe bestimmt eine Woche kürzer, wenn ich mich so aufrege. Da hab ich mal versucht, mich halbwegs einzukriegen.

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  22. Ach Du Schande, wie scheiße und ärgerlich ist das denn? Und man kann so gar nichts machen. Das tut mir voll leid. :(

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