Freitag, 22. Juni 2012

Der Essensplan


Seit einigen Wochen praktiziere ich her etwas, das ich mir heimlich immer schon gewünscht habe. Ich plane neuerdings am Wochenende das Essen für die komplette kommende Woche vor, und gehe dann nur noch einmal einkaufen!  *strahl*  Wahrscheinlich macht Ihr ganzen Superhausfrauen das sowieso immer schon so, mir ist das aber aus unerfindlichen Gründen bisher nie gelungen.

Ich leide ja an der Wahnvorstellung, dass das Kindelein unbedingt ein "richtiges" Mittagessen braucht, weil sonst vielleicht bleibende Schäden eintreten. (An welchem Körperteil auch immer.) Ich habe es aber nie hingekriegt, mir da schon längerfristig was auszudenken, sondern bin fast jeden Tag hastig und meist kurz vor Schulschluss noch schnell losgefahren, um was passendes einzukaufen. Noch schlimmer war es, wenn ich nicht kurz losgefahren bin, sondern versucht habe, aus im Haus vorhandenen Einzelteilen was zu kochen.
Nun hat sich ja (man glaubt es kaum: dank Thermomix!) meine ganze Kocherei hier in letzter Zeit sowieso umgestellt und ich mache tatsächlich fast alles nur noch selbst und frisch. Das gefällt mir gut!!! Ich habe auch schon verdrängt, was er gekostet hat. Verdrängung liegt mir ja. Und jetzt reiße ich mich eben einmal in der Woche zusammen, und plane die nächste Woche vor.

Als Kind war ich öfter zum Spielen bei einer Freundin; die hatten immer einen Essensplan für die ganze Woche an der Küchentür hängen. Das fand ich ja damals schon den absoluten Burner. Morgens in der Schule schon zu wissen, was es Tolles zum Mittag gibt! Allerdings hatten die auch andere komische Sitten - als ich da mal zum Essen war und eine launige Konversation machen wollte, sagte die Mutter (Lehrerin!) in einem rottenmeierartigem Tonfall "Sandra, wir pflegen bei Tisch nicht zu sprechen." Vermutlich auf Grund dieses Erlebnisses habe ich das Sprechen dann auch nahezu ganz eingestellt, und erst mit Mitte Zwanzig wieder damit angefangen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Jetzt gibt es hier bei uns jedenfalls auch solche Pläne. Und wenn das Kind zum zwölften Mal fragt, was es denn nun wohl zu Essen gibt, muss ich nicht mehr irgendwelche Gerichte runterbeten, sondern kann einfach zurückschnauzen "Guck auf'n Plan!" Sehr praktisch. Und durch das zusammen Aussuchen der verschiedenen Gerichte werden auch die meisten Komplettkatastrophen beim Essen vermieden. (Außer, wenn ich mich über alles hinwegsetze und was Neues ausprobieren will - wie kürzlich diese Lebergeschichte!) Im Moment beim Kind auch noch sehr beliebt: selber den Plan schreiben und sinnvolle Bilder dazu malen.
Diese Woche zum Beispiel: Hühner verboten, Achtung Brezeln!   :-)

Kommentare:

  1. So etwas hab ich auch eine zeitlang gemacht, allerdings hab ich das wieder abgeschafft, weil uns dann doch immer wieder was dazwischen kam und ich zu viele Lebensmittel weggeschmissen habe. Wir essen ja nur Abends zusammen, weil wir sonst beide in der Arbeit sind und mein Mann hat die Angewohnheit, eher nicht mit entscheiden zu wollen: "mach du das mal, mir ist es egal", aber wenn ich mir dann was raussuche und sage, das gibt es heute, hieß es gerne mal "ne, da hab ich heute keine Lust zu". Deshalb kauf ich jetzt Freitags für Freitag - Sonntag/Montag ein und dann nochmal Montag oder Dienstag für den Rest der Woche. So seh ich, was ist noch zu Hause, was muss weg und was kauf ich dann ein bzw. was kochen wir die nächsten paar Tage. Gerade für die frischen Lebensmittel läuft das bei uns besser.

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  2. Oh ja, genau so Essenspläne habe ich auch immer geschrieben ... in den Jahren, in denen ich mit den Kiddies zu Hause war. Und dann 1x pro Woche alles einkaufen und nur das frisch auf den Tag, was wirklich frisch sein muss. Das hat wunderbar geklappt. Am WE haben wir immer zusammen geplant, um alle Wünsche einzubeziehen. Ich habe sogar die Zettelchen noch. Ich hab auch immer drauf geachtet, dass alles schön gleichmäßig verteilt ist: Fleisch, Fisch, Nudeln, Suppe, Vegetarisch,...
    Jetzt gibt es nur noch Wochenendzettelchen. Leider. Aber es gibt ja bald Ferien. :-)

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  3. Jaaa, fürs Wochenende kaufe ich natürlich auch nochmal extra ein! ;-) So einen großen Kühlschrank habe ich auch gar nicht. Aber vor meiner tollen Planerei bin ich fast JEDEN Tag nochmal losgeschossen!

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  4. Wir kaufen auch nur einmal ein und ich plane alle Gerichte für die Woche vor. Allerdings nicht taggenau. Welches Gericht gerade zeitplan- und appetitmäßig eben passt.
    Auf die Kindeleinfrage, was es denn zu Essen gäbe, antworte ich seit Monaten gar nicht mehr. Weil dann IMMER kommt - iiiih, das mag ich nicht. Kann ja nicht täglich Milchreis oder Spaghetti geben ;)

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  5. Einen Essensplan hatte ich auch mal ein paar Wochen vor ca. 2-3 Jahren. Seit mein Freund aber auf der Arbeit eine Kantine hat, braucht er Abends nichts warmes mehr. Dafür planen wir am Wochenende nur ein gekochtes Essen, da wie Christine gesagt, evtl. was dazwischen kommt.
    Wenn Kinder da sind, ist es aber eine super Idee, besonders gibt es dann kein Genörgle, weil sie ja mitbestimmt können. Grundsätzlich ist es aber sehr gut einen Essensplan zu haben, besonders spart man auch ein bißchen Geld. Die ungeplanten Einkäufe verleitet ja auch immer mehr mitzunehmen.

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  6. Essenspläne schonen auch den Geldbeutel *ggg*. Man kauft nicht so viel Zeug ohne es zu brauchen. Wir machen Essenspläne für den ganzen Monat und kaufen das Meiste am Anfang des Monats (ausser Obst/Gemüse, Milch und Eier). Fleisch wird portioniert und eingefroren, Wurst ebenso. Wir halten uns nicht sklavisch an den Plan. es wird auch schon mal umdisponiert. Ich mag nicht jeden Tag entscheiden, was es Mittags geben soll und mein Mann hat gerne ein Mitspracherecht.

    Lg Kathie Jo

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  7. So einen Essensplan hat´s bei uns auch gegeben - kurzfristig zumindest! Doch irgendwie hatte dann jeden 2. Tag keiner Lust auf das was auf dem Plan stand - obwohl wir Sonntags immer gemeinsam beschlossen hatten. Also hab ich´s wieder gelassen. Ich wünsch Dir, dass es bei Euch anders ist - eine Erleichterung jedenfalls in Bezug aufs einkaufen ist´s allemal :) VLG Christine

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  8. Ich befinde mich noch exakt in der Phase, in der Du vor'm TM warst. Ich möchte das schon ewig machen - tu's aber nicht. Hab's mir aber für die Ferien vorgenommen. Zumindest für die Zeit, in der wir zuhause sind. Man muss ja klein anfangen.
    Dass von den zwei Plänen oben für mein Kind wenig in Frage käme, muss ich nicht extra erwähnen, nä? Spargel? Bäääh! Milchreis? Blumenkohlcremesuppe? Lachs, Spinat, Putenleber??? Okay, den Salat und die Erdbeeren kann ich übernehmen :D

    LG Andrea

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  9. Mhm, hat ein bißchen Kantinencharakter oder?!? Ich brauche mir ja (Gott sei Dank) in der Woche keinen Kopp ums Mittagessen machen, das kriegen wir ja beim Opa vorgesetzt. Allerdings muss dann gegessen werden, was auf den Tisch kommt, - für's Enkelkind werden da natürlich schon mal Ausnahmen gemacht und extra Nudeln gekocht *augenroll*. Wir sind ziemlich spontan was Kochen angeht. Freitags gibts den Großeinkauf und für Brot und Frisches fahr ich dann in der Woche noch einmal. Bin gespannt drauf, wie lange ihr das durchzieht. Und wenn's hinhaut, ist es doch eine schöne Lösung! Liebe Grüße...Tanja

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  10. Ok, der Plan ist der Knaller, sowas hab ich mir auch schon überlegt, aber dann kommt immer was dazwischen oder es gibt ein "wäh, das mag ich nicht" zu den jeweiligen Vorschlägen, schwierig. Aber auch ich hab mich als Kind immer gefreut wenn es irgendwo einen Essensplan gab. Bei uns gibt es heute abend übrigens auch Milchreis mit Erdbeeren :-), liebe Grüße Birgit

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  11. Essenspläne finde ich auch irre praktisch. Aber trotz Essensplan muss ich alle zwo, drei Tage noch mal irgendwohin um Frisches zu kaufen, was sicher daran liegt, dass die Männer im Haus ausgesprochene Fleischfresser sind. Das erledige ich meistens auf dem Weg von der Arbeit, von daher kein großer Aufwand. Aber man spart vdurch Essnspläne nicht nur Zeit, sondern auch ewige Diskussionen um gemüselastige Mahlzeiten. Wer nicht zu gesund leben will, muss in der Mittagspause halt noch Fast-Food einschieben, bewor es abends Vitamine gibt ... ;-)

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  12. Ich praktiziere den Wochen-Essensplan schon seit vielen Jahren und es ist für mich das einzig wahre. Allerdings bin ich flexibel was die Tage betrifft - wenn einem heute eben einfach nicht nach Bratkartoffeln ist, dann gibt es eben heute was anderes von der Liste und die Bratkartoffeln an einem anderen Tag.
    Ich muss fast nichts wegwerfen - alles fein geplant... hihih

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  13. Wir planen auch vor - meistens allerdings nur so 3-4 Tage. Ich koche nämlich gerne mit frischem Gemüse und meni Fach im Kühlschrank ist nicht das größte, sodass ich frisches Gemüse nicht eine Woche lang einlagern kann. Aber insgesamt ist auch bei uns alles besser und einfacher und schneller geworden, seit ich mich wenigstens einmal in der Woche hinsetze und einen Plan schreibe (insbesondere das Schreiben ist wichtig, sonst schmeiße ich alles wieder um...)

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  14. Ich bin keine Superhausfrau aber einen Essensplan habe ich auch. Da ich nicht gerne koche und noch viel weniger gerne einkaufen gehen, ist das für mich Ideal. Da wir nur noch zu zweit sind, sitzen wir am Samstag morgen und machen einen Plan. Ich finde man kann so Reste vermeiden und viel besser plane. Wobei ich sagen muß ich halte mich nicht immer zu 100 Prozent dran, ich tausche die Gerichte schonmal wenn es besser paßt. Wenn ich dann einkaufen gehe, bin ich imemr wieder erstaunt wie voll andere Leute ihre Wagen haben und was so wahllos eingekauft wird dabei.
    Im übrigen spart man so eine Menge Geld dabei, dann fällt der Preis vom Mr. Perfect schon gar nicht mehr so auf , den ich auch seit 3 Wochen besitze.

    Liebe Güße und eine schönes Wochenende

    Ulrike

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  15. Ich finde Essenspläne ganz ganz schrecklich. Weil sie praktisch, aber unpraktikabel sind. Weil sie geldbeutelschonend, aber spießig sind. Weil sie eigentlich alles leichter machen sollten, aber doch nur in starre Korsetts zwingen. Und ich bewundere die Leute mit Essensplan auch nicht, sondern habe großes Mitleid. Ich bewahre derweil die Lebensmittelindustrie vor dem Ruin, indem ich fast immer zuviel und meist spontan kaufe. Einer muss es ja tun, wenn die Superhausfrauen sich dem schon widersetzen!

    ;-)

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  16. Ach ich wünschte ich wäre so organisiert und mir würden spontan so viele Gerichte einfallen.... Ich komm ja oft schon nicht mal drauf was ich am selben Tag kochen soll. Und mit dem Supermarkt (noch) vor der Haustür ist man sowieso eher mal faul - aber es wird jedes Mal aus dem einen Teil das ich holen wollte, ein ganzer Sack voll Sachen, die ich sicher auch brauch und somit verdammt teuer. Da wäre ein Plan sicher sinnvoll....

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  17. Während meinem Studium habe ich das gemacht, als ich am Wochenende immer heim bin und unter Woche nicht viel Zeit zum EInkaufen hatte... Allerdings mache ich das jetzt nicht mhr. Manchmal denke ich schon daran, es wieder einzuführen, wenn ich 10 Minuten vorher immer noch nciht weiß, was wir jetzt essen sollen... :-)
    LG Maria

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  18. Ich weine hier!
    Das wünscht sich Dein Kind zu essen??
    Blumenkohlcremesuppe, Salat.
    Schnief.
    Ähm ja, toller Plan.
    Mach ich auch mal so wenn ich groß bin.
    Vielleicht auch so ein kleines, feines Büchlein dazu gleich mit Einkaufsliste...

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  19. Ob das am Thermomix liegt?!?!? Ich weiß ja nicht...

    Ich setze mich meist sonntags mit 2 Zettel hin: Einer für die Essensplanung, einer für den Einkauf.
    Alle können Vorschläge machen und ich habe es wesentlich einfacher.
    Prima! sag ich da nur.
    Aber trotz meines Berufsstandes und Essensplanung wird bei uns bei Tisch gerne, viel und sogar durcheinander geredet! Und ich liebe es.
    ;-D

    Viel Spaß beim Planen!
    Steffie

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  20. Ich bin auch gerne so am ZettelWirtschaften. Momentan happert es aber mal wieder *seufz*
    Unser Kleiner ist momentan eh auf dem Tripp; ich mag nix essen..außer: Spargel, Ziegen und schafskäse, Rote Beete & Fisch..Tja...(er ist 1,5 Jahre alt...)

    Ansonsten wird gerne gestreikt *g* Aber dank deiner tollen Bilder, bin ich wieder hoch motiviert *danke*

    Lg Lea

    ps. und das mit dem Wocheneinkauf ist eigentlich das beste; spart echt gut Knete ein ^^

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  21. Oh ich mußte so lachen ;-).So hätte ich es auch geschrieben!! Ich will das jetzt auch mal anfangen, habe auch gerade (6 Wochen) den Thermomix und bei dem was ich alles ausprobieren möchte muss ich einen Plan machen, sonst lande ich immer wieder bei den Suppen!! ;-))

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