Donnerstag, 17. Mai 2012

Aufgebrochen

Gestern habe ich noch ein Layout mit dem letzten kompletten Bogen aus dem Scrapabilly-Mai-Kit gemacht, den ich noch hatte.
Thema ist ein putziges Erlebnis mit einem Brötchen und einer Bäckersfrau, das mir auf meiner Anfahrt zum SBT 5.0 widerfahren ist. Und weil mich die Neugier bei anderer Leute Journaling ja auch oft umbringt, füge ich Euch den Text mal unter dem Layout mit ein.   ;-)


Freitag Vormittag, halb zwölf, in der Rhön. Auf dem Weg zu einem Forumstreffen vom SBT überfällt mich kurz vor der Ankunft in Bernshausen der Hunger und ich habe mal wieder eine Begegnung der dritten Art mit einer Verkäuferin – diesmal in einem Backshop in einem kleinen Edeka-Laden.
Es ergibt sich folgender Dialog mit der thüringischen Bäckereifachverkäuferin (= BFV):

Ich:    Ich hätte gerne etwas Kleines zum Mitnehmen – haben Sie keine belegten Brötchen?
BFV:   Nee, heut steht draußen der Bradwustwagen.
          (Angesichts dieser Logik hätte ich eigentlich schon stutzig werden müssen.)
Ich:    Ach so, na gut – dann nehme ich eins von diesen überbackenen Käsebrötchen da.
BFV:   [packt es in eine Tüte, zeigt dann auf die Brötchen daneben] Die do sinn auch legga!
Ich:    Ja.
BFV:   Die sinn mit Babrika drinne! Und ohmdrauf sinn noch so Gürbisgerne!
Ich:    Ach, das ist mir zu trocken, glaube ich.
BFV:   [mit deutlich erhobener und sehr energischer Stimme] Die sinnich drocken!
Ich:    Ja, nee, O.K – die sind nicht trocken. Ich nehme das Käsebrötchen.
BFV:   [ruft lauter] Die sinn überhaup nich drocken! Ich brech Ihnen mol eens auf!
          [bricht zu meiner grenzenlosen Überaschung ein Brötchen auf]
Ich:    Äh – ja. Ich nehme dann aber trotzdem bitte nur das Käsebrötchen.
BFV:   [haut das Paprikadings mit in die Tüte und schreit wutentbrannt]
         Da! Ich schenk’s Ihnen!!!

So geht das in der Rhön. Da haben die Leute es nicht gerne, wenn man nicht kaufen will, was sie doch extra so mühevoll angepriesen haben. Vermutlich haben sie bisher keine guten Erfahrungen mit Fremden gemacht. Woanders ist mir bis jetzt noch nie was aufgebrochen worden!
Das Paprikadings war übrigens doch ziemlich trocken. Deswegen habe ich es auch nicht aufgegessen, sondern beim Treffen im Auto gelassen und danach mit nach Hause genommen. Da konnte ich dann für diese Geschichte wenigstens noch ein schönes Foto davon machen!

Kommentare:

  1. Wenn einer eine Reise tut.......
    Ich liebe deinen Schreibstil, da hab ich immer das Gefühl, ich bin live dabei *kicher*. Und dein LO dazu find ich klasse!

    Libe Grüße, Marikka

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  2. Das ist ja herrlich! Hihihi...

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  3. DANKE!!!!! Jetzt habe ich mal herzlich gelacht! Und weil der verlorenste aller Tage der ist an dem man nicht gelacht hat ist der heutige schon mal nicht verloren!
    Liebe Grüße von Manuela

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  4. Kicher! - und ich kann gar nicht mehr aufhören...
    Super festgehalten auf dem LO!

    LG Steffi

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  5. Hehe, was lernen wir daraus? Weiger dich lang genug, das Teil zu kaufen, dann schenken sie's dir am Ende ;) Vielleicht solltest du nächstes Mal ein Schokocroissant verweigern oder so ;)

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  6. So reiht sich eine kulinarische Ergebenheit an die andere. Erst Glasik, dann {un}trockenes Babrigagürbisgernbrödchen. Ick froi mir auf 6.0, vielelicht gibts dann ergänzend eine Weinverkostungsgeschichte.

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  7. Musst grad laut lachen...einfach nur köstlich! (Die Story, das Brötchen ja wohl nicht so) Liebe Grüße...Tanja

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  8. Ich hab mich schlappgelacht, der Dialekt ist einzigartig und die Geschichte dazu. Super Layout, liebe Grüße Birgit

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  9. Köstlich ! Also nicht das Paprikaichweissnichwas-Dings, aber Dein Layout und vor allem Dein Journaling !

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  10. Und obwohl ich die Geschichte schon kannte, rollen mir hier die Lachtränen runter.

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  11. Gröl!!!Was Du auch immer erlebst... Ich freu mich so aufs NLT.

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  12. Zu witzig, ich kichere hier vor mich hin.
    Lieben Gruß
    (Se)Anja

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