Montag, 16. März 2009

Zwei Hobbys an nur einem Wochenende

Ich hatte zur Abwechslung mal ein komplettes außerHaus-Wochenende, ausgefüllt mit recht unterschiedlichen kreativen Betätigungen.
Am Freitag und Samstag sind wir mit unserer Kantorei auf eine Chorfreizeit gefahren (Warum heißt das eigentlich Freizeit??? Als ob man da welche hätte!), um die Probenarbeit für Mendelssohns "Elias" mal ein wenig voranzutreiben. Das war sehr schön und effektiv, aber auch ganz ordentlich anstrengend. Wobei das Schlimmste nicht etwa das Singen war, sondern das Schlafen!
Sollte es irgendjemanden von Euch mal in das Jugendgästehaus in Duderstadt verschlagen: meidet das Bett links an der Tür in Zimmer 012!!! Ich habe darin eine der schrecklichsten Nächte meines Lebens verbracht. Die Matratze bestand aus Sprungfedern. Und zwar ausschließlich. Zur besseren Tarnung natürlich unter einem Stoffbezug verborgen. Aber jegliche Polsterung war - vermutlich von den tausenden Jugendgästen vor mir - komplett weggelegen worden. Ich war am nächsten Morgen völlig verbeult. Weiterhin zeichnet sich diese Herberge durch SEHR dünne Wände aus. Benachbarte Gäste hätten rein akustisch auch gleich mit in unserem Zimmer drin sein können. Insgesamt ein unvergessliches Erlebnis.

Am Sonntag wurde dann alles anders; es gab mal wieder ganztägig Scrappen mit Ramona! Diesmal standen diverse Buchbindetechniken auf dem Programm.





Wie man sieht, habe ich die "Puppentragetasche" wieder ihrem ursprüglichen Nutzen zugeführt. Der Vorteil gegenüber der Tote-Ally liegt zweifellos darin, dass man hier beim Aufräumen einfach alles von weitem reinschmeißen kann. :o)
Am liebsten hätte ich ja beide mitgenommen; aber erstens hatten die Tische im Kursraum nur eine sehr begrenzte Größe, und zweitens sind Sherpas in dieser Gegend am Sonntag Morgen immer schlecht zu kriegen. Und obwohl ich alle Hände voll hatte, wurden trotzdem einige nicht ganz unwichtige Dinge zu Hause vergessen - z.B. die Gabel fürs Mittagessen (aber wenn man Glück hat, schickt Herr Wu Stäbchen mit) und die Stopfnadel, mit der die Seiten in das beschleifte Album genäht wurden. Eine nicht ganz unkomplizierte Angelegenheit, von der ich gestern noch dachte, dass diese Technik in meinem Scrapperleben nicht notgedrungen noch ein zweites Mal vorkommen muss. Heute finde ich es rückblickend schon gar nicht mehr so schlimm und doch ganz reizvoll. Allerdings habe ich ernsthafte Zweifel, ob ich mich nächste Woche noch daran erinnern könnte, wie es ging!

Kommentare:

  1. Ach, ich beneide Dich. Und wie. Nicht um das Singen. Das möchte ich keinem Zumuten - aber um die Buchbindereien. Das ist toll und sehr schön geworden!

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  2. Ha, jetzt weiß ich auch warum mir
    die nette Frau und das schöne
    Täschen auf dem Bild auf Ramonas
    Blog so bekannt vorkamen ;-))

    Schöne Dinge habt ihr da gewerkelt.

    LG
    Bea

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