Sonntag, 15. Februar 2009

CousCous


Surprise, surprise - einem allgemeinem Trend folgend, gibt es heute hier mal nichts gescrapptes, sondern das Rezept unseres familiären Samstagabendlieblingsessens. Und da ja gestern zufällig mal wieder Samstag war, habe ich die Gelegenheit genutzt, beim Kochen gleich mal nebenbei Fotos zu machen. Übrigens eine undankbare Aufgabe mit meiner minderwertigen Fotoausrüstung - die Scrap-Layouts lege ich ja immer bei maximaler Tageshelligkeit draußen auf den Terassentisch. Ging abends mit dem Kochtopf etwas schlecht. Das nächstemal dokumentiere ich ein sommerliches Grillen! :o)
Ich möchte als erstes anmerken, dass sich sicherlich jeder Marokkaner bei unserer Rezeptvariante im Grabe umdreht. Dort liegen anscheinend ganze Hühner im Couscous, gerne auch noch mit Füßen dran. Vom Rest gar nicht zu reden. Wir kochen immer eine selbstentwickelte, und sehr westlich-harmlose Variante...
Also: es geht damit los, dass man den Mann zum Kleinschneiden der Zutaten in die Küche schickt. (Wem das Rezept an dieser Stelle schon komisch vorkommt, der kann auch versuchen, andere Haushaltsangehörige zu schicken - notfalls muss man selber gehen.)

Die Zutaten sind (für eine ziemlich große Menge!):
500 g Möhren
2 mittelgroße Zucchini
5 Tomaten
2 Beutelchen Schalotten
6 Hähnchenschenkel
1 l Gemüsebrühe


Die Hähnchenschenkel werden vorher einfach im Backofen gebacken und das Fleisch abgelöst. Knochen, Haut und eventuelle Füße werden nicht mitverwendet. :o)


Die gepellten und in grobe Stücke geschnittenen Schalotten in einem goßen Topf in etwas Öl andünsten. Sollten sie sehr klein sein, kann man sie sogar ganz lassen.


Möhren und Zucchini dazugeben und alles zusammen ein paar Minuten schmoren lassen.


Dann mit der Gemüsebrühe aufgießen (Instant - wir wollen uns mal nicht anstellen) und alles ca. 15 Minuten köcheln lassen.


Würzen tue ich neuerdings mit einer fertigen CousCous-Gewürzmischung. Früher habe ich immer selber was zusammengemixt - aus Kreuzkümmel, Coriander und dergleichen Unsinn mehr. Aber in dem fertigen Gewürz ist eigentlich alles schon sehr schön zusammen drin.
(Und mit dem Salzstreuer-Küken habe ich schon als ganz kleines Kind immer Salz auf meine Ostereier gestreut. Aber das ist eine andere Geschichte.)


Wenn die Möhren weich genug gekocht sind (aber natürlich nicht zu weich), gibt man das abgelöste Hähnchenfleisch und die kleingeschnittenen Tomaten dazu. Jetzt muss nur alles zusammen noch mal richtig heiß werden, und dann ist es auch schon fertig.


Was fehlt noch? Genau: der Couscous an sich! Auch da entscheiden wir uns für die einfache Methode und benutzen Instant-Couscous, den gibt es in (fast) jedem Supermarkt.
Einfach nur mit heißem Wasser übergießen, ein paar Minuten stehen lassen und etwas flüssige Butter unterrühren. Steht aber auch alles auf der Packung! :o)


Und schon kann gegessen werden. Was natürlich zum CousCous nicht fehlen darf, ist Harissa - eine sehr scharfe Würzpaste, die man sich in beliebiger Menge unter das fertige Essen manscht.


Als wir noch kinderlos waren, haben wir sie immer schon während des Kochens mit dazugetan... Und wer Kinder hat, die so ausgefallene Gerichte sowieso nicht mitessen möchten, kann das natürlich auch gerne tun. Ansonsten empfiehlt sich hier eine - äh - individuelle Portionierung auf dem eigenen Teller. Wir essen gerne ziemlich bis sehr scharf, Kinder fallen nach dem Genuss von Harissa eventuell ohnmächtig vom Stuhl. Erwachsene sollten sich über mögliche Spätfolgen am nächsten Tag im Klaren sein. Wer also einen empfindlichen Magen hat, lässt es am besten ganz weg. Aber, wie gesagt: OHNE Harissa ist CousCous auch das Lieblingsessen unserer sechsjährigen Tochter!
Und mir persönlich gefällt an diesem Essen auch immer besonders gut, dass es beim Kochen so schön bunt aussieht...
Sollte jemand von Euch unsere etwas eigenwillige Kreation nachkochen wollen, würde ich mich über Erfahrungsberichte freuen.

Kommentare:

  1. Sieht verdammt lecker aus. Und man, was hast Du für entzückendes Geschirr mit Millefleurs. Schön!

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  2. TM, das ist die Serie "1362 Blaublüten" von Arzberg ;-) Habe ich als Kaffeegeschirr. Ein echter Klassiker!
    Sandra, hattest du meine letzten Kommentar nicht freigegeben? Hatte mich für nächsten Samstag zum CousCous-Essen bei dir eingeladen.

    LG, Silke

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  3. Silke,
    selbsttätige Einladungen landen hier gleich im Spam-Filter! :o) Nein, aber im Ernst: Der Kommentar ist hier leider nicht angekommen.
    Außerdem gibt es das nicht JEDEN Samstag! Und kommst Du nicht auch sowieso schon am Freitag? Wird das nicht ein bisschen viel??? ;o)

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  4. Oh sieht das lecker aus !!!!
    Und deine Sneaks sind ja auch schon sehr vielversprechend !
    Viel Spaß beim feiern - deine Einkäufe sehen nach ner Menge Gäste aus !
    Liebe Grüße
    Petra

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